Praxis Dr. Ralph Dichhardt Wilhelm-Breckow-Allee 1 51643 Gummersbach tel.: 02261/24040 fax: 02261/959238


Wie pflege ich meine Zähne richtig ?

Durch die Zeichnungen möchten wir Ihnen dies bildlich darstellen sowie in den nachfolgenden Texten einige allgemeine Erläuterungen geben.

Erst die schräge Stellung der Borsten ermöglicht die Entfernung der Beläge in dem Spalt zwischen Zahn und Zahnfleisch. Da diese Technik Übung verlangt, verzweifeln Sie nicht direkt. Aber nur diese Methode ermöglicht beim Erwachsenen eine effektive Reinigung des Zahnfleischsaumes und verhindert somit eine Zahnfleischentzündung.

1.Halten Sie die Zahnbürste schräg im 45° Winkel halb auf den Zahn, halb auf das Zahnfleisch. Beginnen Sie im Oberkiefer hinten Rechts. So reinigen Sie optimal die Zähne und massieren und kräftigen das Zahnfleisch.

2. Putzen Sie jetzt Außen in kurzen, schnellen Bewegungen hin und her. So entfernen Sie wirkungsvoll die Bakterien und Essensreste, die für Karies und Zahnfleischentzündung verantwortlich sind

3. Rücken Sie dann jeweils einen Zahn weiter nach vorne, nachdem Sie langsam bis "5" gezählt haben. Bleiben Sie dabei im Putzrhythmus. Nur wenn Zahn für Zahn geputzt wird, wird keine Stelle vergessen.

4. Wischen Sie zwischendurch den losgelösten Zahnbelag vom Zahnfleisch weg zur Zahnkrone. Dadurch reinigen Sie den Zahnfleischsaum von den bakteriellen Partikeln. Nun folgt der Unterkiefer links.

5. Außen fertig ? Dann widmen sie sich mit der gleichen Sorgfalt den Zahninnenflächen. Beginnen Sie im Oberkiefer hinten Rechts, im Unterkiefer hinten Links. Die Zahnbürste kann hier auch mehr senkrecht gehalten werden. Die Innenseiten sind besonders gefährdet, da sie schlechter zu erreichen sind.

6. Zum Schluß drücken Sie die Zahnbürste auf die Kauflächen der unteren und oberen Zähne und putzen wieder in kurzen Bewegungen Zahn für Zahn. Vergessen sie nicht die Rückseite der hintersten Zähne. Falls Zahnlücken vorhanden sind, putzen Sie die Vor- und Rückseite der vorhanden Zähne.


Auch auf der Zunge befinden sich beträchtliche Mengen an Belägen. Putzen Sie daher einmal täglich den Zungenrücken mit der Zahnbürste oder speziellen Schabern. Häufig sind diese Bakterien für Mundgeruchverantwortlich.


Durch regelmäßiges Zähneputzen, kurz nach Mahlzeiten und intensiv vor dem Schlafengehen können die schädlichen Zahnbeläge entfernt werden. Damit verhindern Sie die Entstehung von Karies und Parodontose. Ein zuckerfreier Kaugummi mit Xylit unterstützt die Selbstreinigung der Zähne, ersetzt aber nicht das Zähneputzen.

Wenn Sie säurehaltiges Essen zu sich genommen haben, warten Sie mit dem Putzen eine halbe Stunde oder spülen Sie mit Leitungswasser den Mund aus. Durch die Säure ist der Zahnschmelz aufgerauht und würde durch die Zahnbürste oberflächlich entfernt werden.

Bitte übertreiben Sie nicht. In den ersten 2 Wochen sollten Sie entsprechend der Anleitung 3x täglich putzen, um die Entzündung in den Griff zu bekommen. Wenn eine Besserung eingetreten ist, genügt die intensive Reinigung vor dem Schlafengehen neben dem normalen Putzen. Diese muß aber wirklich gründlich auch alle Zahnzwischenräume erfassen. Der Putzdruck sollte 200g nicht überschreiten, also nur mäßig drücken. Neben der Zahncreme sollten Sie auch ein Mundwasser benutzen (anfangs "Corsodyl", später "Meridol").


Die verwendete Zahnbürste sollte ein glattes, kleines Borstenfeld mittlerer Härte mit abgerundeten Kunststoffborsten haben und sollte, wenn die Borsten umgebogen sind (ca. 6-12 Wochen) oder im Anschluß an infektiöse Erkrankungen (z.B. Grippe), gewechselt werden. Zu empfehlen sind Zahnbürsten der Marke Oral-B; z.B. "P 35" für Jugendliche und Erwachsene oder für Kinder entsprechend kleinere Zahnbürsten mit dickem Griff.

Die Zahnzwischenräume sollten Sie jeden Abend mit Zahnseide oder bei breiteren Zahnzwischenräumen mit den Interdentalbürstchen reinigen; z.B. der "Interdental Kit" von Oral-B. Zur besseren Handhabung der Zahnseide sind Halter erhältlich.

Zur Reinigung von Brücken eignet sich "Superfloss", eine Art Zahnseide, dessen verdickter Mittelteil sehr gut die Unterseite der Brückenzwischenglieder säubert.



Zahnpasten und Mundwässer unterstützen die mechanische Reinigung, sind aber keine "Allheilmittel". Empfehlenswert sind aminfluoridhaltige Pasten wie z.B. "Elmex/Aronal" oder "Meridol-Zahncreme" - besonders bei Jugendlichen- und Spülungen wie z.B. von "Meridol". Kinder sollten die entsprechende Kinderzahncreme benutzen (Kinderelmex). Bei Erwachsenen spielt bei normaler Zahngesundheit die Zahncreme keine entscheidende Rolle.


Als Hilfsmittel kann zusätzlich eine Munddusche angewandt werden. Um das Gewebe nicht zu schädigen, sollten Sie ein regelbares Gerät mit pulsierender Mehrstrahldüse bevorzugen. Die Munddusche allein vermag nicht die klebrigen Beläge zu entfernen, so wie Sie beim Wagenwaschen mit einem Wasserschlauch auch nur den groben Schmutz wegspritzen können und immer ein feiner Schmutzfilm zurückbleibt.

Die neuen elektrischen Zahnbürsten haben aufgrund der kleinen Bürstenkopfform und der schnellen Drehbewegungen eine bessere Reinigungswirkung als die Handzahnbürste (Braun: Plaque-Control ultra). Besonders bei Kindern bietet sie sich zum spielerischen Erlernen der Mundhygiene und zur deutlich bequemeren Zahnreinigung durch die Eltern an. Ebenso leistet sie gute Dienste bei Erwachsenen, die manuelle Probleme oder ungünstige Zahnstellungen haben.


Patienten, die unter überempfindlichen Zahnhälsen leiden, kann durch eine mehrmalige Touchierung der auf heiß, kalt, süß oder sauer reagierenden Zähnen geholfen werden.

Außerdem können entsprechende Zahnpasten gegen diese hypersensiblen Zähne benutzt werden. Welche der auf dem Markt befindlichen Pasten im Einzelfall wirkt, muß ausprobiert werden.


Oft wird die Frage gestellt, ob gelbe oder dunkle Zähne wieder aufgehellt werden können?

Seit einigen Jahren gibt es bereits für die jeweilige Situation entsprechende Materialien, um in den meisten Fällen verfärbten Zähnen ihre ursprüngliche oder auch eine hellere Farbe zu geben. Informationen erhalten sie unter

Bleaching

Zur Verhinderung von Fissurenkaries wird von den Kassen bei Kindern und Jugendlichen zwischen 6 und 20 Jahren die Fissurenversiegelung der beiden hinteren, oberen und unteren großen Backenzähnen übernommen, sowie die Fluoridierung. Auch wird in dieser Altersgruppe eine Information über richtiges Putzen und richtige Ernährung erstattet. Die wünschenswerte Kariesverhinderung durch Versiegelung der kleinen Backenzähne, die Versiegelung von Milchzähnen bei besonders gefährdeten Kindern oder die Versiegelung der Zähne bei über 20jährigen gehört leider nicht zum Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenkassen.


Dies gilt auch für die wirkungsvollsten Maßnahmen zur Vorbeugung von Karies und Zahnfleischerkrankungen, wie z.B. professionelle Zahnreinigung, Fluoridierung oder die verschiedenen Testmethoden, um das Kariesrisiko abzuklären. Dabei werden die unterschiedlichen Bakterien und die Speichelbestandteile gemessen, um entsprechende Vorsorge- bzw. Behandlungsschritte treffen zu können. Diese verhindern die Entstehung von Karies und Parodontose um über 95%.


WICHTIG :  Parodontose-Bakterien erhöhen das Risiko für Herzerkrankungen und Frühgeburten erheblich.

                    Karies und Parodontose werden nicht vererbt, sondern, wie z.B. eine Erkältung, durch Bakterien übertragen; sie sind also ansteckend.


Wenn Sie Fragen zur Zahnpflege haben, freuen wir uns, Ihnen weiter helfen zu können.

Ihr Praxisteam

Dr. Ralph Dichhardt

51643 Gummersbach - Wilhelm-Breckow-Allee 1 - Tel.: 02261 / 24040 - Fax.: 02261 / 959238

Copyrights 1997 letzte Änderung 2003

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